Linguistically Speaking

Sunday, 1. April 2007

Real life

diet-cartoon

From: www.everydaypeoplecartoons.com

Saturday, 24. March 2007

The Problem with Loanwords...

...is that if you use them, you should use them correctly.

"[...] Sacks and Schegloff 1979 is slight and not well known. But in addition to its substantive interest, the paper offers an explicitly conversation-systemic, and so naturwissenschafter, argument that is general, straightforward, and simple enough [...]"

From: Moerman, Michael. 1988. Talking Culture: Ethnography and Conversation Analysis. University of Pennsylvania Press.

Saturday, 10. March 2007

Glück

Der Mond ist die Wunde der Nacht,
Blutstropfen sind alle Sterne.
Ob ich dem blühenden Glück auch ferne,
ich bin dafür bescheiden gemacht.
Der Mond ist die Wunde der Nacht.

Robert Walser (1897/8)

Saturday, 17. February 2007

Imprinting

Emma
Sarah
Stephanie
Angelina

Daniel
Jack

Owen
Travis

(Got some hope for Charlotte though).

Friday, 16. February 2007

Intercultural Miscommunication

In the Philippines, the names of Saints are often bestowed on infants. After World War II, one child was named Ababis, supposedly the name of the patron saint of the United States. The child's father had repeatedly heard American soldiers, in moments of emotiotional stress, call on the saint: San Ababis.

(Hockett 1958, 404)

Wednesday, 27. December 2006

erfolg?

als sie mit zwanzig
ein kind erwartete
wurde ihr heirat
befohlen

als sie mit dreissig
noch unternehmungslust zeige
wurde ihr dienst im hause
befohlen

als sie mit vierzig
noch einmal zu leben versuchte
wurde ihr anstand und tugend
befohlen

als sie mit fünzig
verbraucht und enttäuscht war
zog ihr mann
zu einer jüngeren frau

liebe gemeinde
wir befehlen zu viel
wir gehorchen zu viel
wir leben zu wenig


Kurt Marti, aus "Leichenreden"

dieses gedicht erschien
1969

2006
schreiben zwei schüler* dazu:
sicher eine muslimin
denen können männer und familie
alles befehlen

naivität
oder erfolg der emanzipation?

-----
* selbstverständlich kein generisches maskulinum

Tuesday, 12. December 2006

Abschied

Und ich lief den Weg in dem Wäldchen hinunter und ich rief seinen Namen aber er kam nicht wieder, ich habe ihn nie wieder gesehen, nie wieder [...] und ich wischte mir das Blut aus den Haaren und ich sinke nieder und ich vertippe mich pausenlos wie ich mich pausenlos verspreche, weil ich die Gedanken ich meine die Gedanken sind mir durcheinandergeraten, und ich kann sie nicht mehr in Ordnung bringen, weil ich kreise um dich, sage ich zu EJ [Ernst Jandel], ich kreise unaufhörlich um dich und ich weine um dich schon so viele Jahre eine so lange Zeit also ich entwische immer wieder in einen Stolperweg also ich stolpere pausenlos, auch meine Finger, so dasz ich mich zurechtweisen musz, zurückführen musz auf den intensiven Pfad meiner Lektüre, nicht wahr, mich selbst an der Hand nehmen und zurückführen [...].

Friederike Mayröcker: Und ich schüttle einen Liebling.

Sunday, 10. December 2006

Das ist also die Liebe

meine Nerven waren sehr aufgeregt, und Gertrude Stein sagt, in dem Gesicht stand dasz er, wenn er ein Stück Wiese angeschaut hatte, es immer ein Stück Wiese für ihn gewesen wäre, aber dann habe er die getroffen die er liebte, und wenn er dann auf ein Stück Wiese geschaut hätte, seien auf dem Stück Wiese Vögel und Schmetterlinge gewesen, die vorher nicht da waren, das ist also die Liebe.

Friederike Mayröcker (2006, 9): Und ich schüttle einen Liebling.

Noch ein Gedicht statt gar nichts (diesmal eine Neuentdeckung)

Winterlied

Als ich heute von dir ging
fiel der erste Schnee
und es machte sich mein Kopf
einen Reim auf Weh.

Denn es war die Kälte nicht
die die Tränen mir
in die Augen trieb es war
vielmehr Ungereimtes

Ach da warst du schon zu weit
als ich nach dir rief
und dich fragte wer die Nacht
in deinen Reimen schlief.

(Ulla Hahn)

(Statt leimenden diesmal nährende Reime - damit das Blog nicht ganz verhungert, wird es hin und wieder mit Reimen gefüttert.... (auch wenn es nur halbe Kreuzreime sind. Es soll sich ja nicht überfuttern))

(hm, vielleicht bin ich doch etwas zu müde zum Bloggen. Die Metaphern waren jedenfalls auch schon mal weniger schräg...)
 
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